Wie kann die Energiewende gelingen, wenn die Menschen vor Ort mitreden und profitieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Bürgerdialogs „Jetzt redn Mia“ mit der Landtagsabgeordneten Mia Goller (Bündnis 90/Die Grünen) am Donnerstagabend im Gasthof Räucherhansl in Loiching. Der voll besetzte Saal machte deutlich, wie groß das Interesse an Chancen, Beteiligungsmodellen und regionaler Wertschöpfung durch Windkraft ist.
Unter dem Motto „Die Wertschöpfung muss vor Ort bleiben“ machte Goller deutlich, dass Windkraftprojekte in Bürgerhand ein Schlüssel für eine gerechte und akzeptierte Energiewende sind. „Wenn Anwohnerinnen, Landwirte und Kommunen direkt beteiligt werden, wächst die Akzeptanz und die Identifikation mit der Energiewende. Windkraft kann der Region doppelt nutzen – ökologisch und ökonomisch“, betonte Goller.
Andreas Engl, Geschäftsführer der Regionalwerke GmbH und Experte für Bürgerenergieprojekte, stellte erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor. Genossenschaftliche Beteiligungen oder kommunale Energiegesellschaften zeigen, dass Windkraft auch ohne Großinvestoren realisiert werden kann. „Unsere Erfahrungen belegen: Wenn Bürgerinnen und Bürger mitreden und mitverdienen, bleibt die Wertschöpfung in der Region. Das stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Vertrauen“, erklärte Engl.
Auch Kreisrat Thomas Maier fand klare Worte: „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Menschen vor Ort sie aktiv mitgestalten. Entscheidungen über unsere Landschaft und Energiezukunft dürfen nicht über die Köpfe der Bürger hinweg getroffen werden.“
In der offenen Diskussionsrunde zeigten sich die Teilnehmenden interessiert und konstruktiv. Es wurde deutlich, dass viele Gemeinden im Landkreis Dingolfing-Landau bereits über eigene Wege der Energieversorgung nachdenken. Ein zentraler Gedanke des Abends: Jeder Landkreis sollte mit einem eigenen Regionalwerk seine Energieversorgung unabhängig sichern – und damit gleichzeitig neue Einnahmequellen für die Gemeindekassen schaffen.
Zum Abschluss fasste Mia Goller zusammen:
„Zusammenhalt bringt Stärke. Wenn wir die Energiewende selbst in die Hand nehmen und vor Ort gestalten, gewinnen alle – die Gemeinden, die Wirtschaft und die Umwelt. Regionale Energieprojekte sichern Lebensqualität, wirtschaftliche Stabilität und eine nachhaltige Zukunft. Gut für die Umwelt, gut für die Menschen vor Ort.“
Foto: Ines Helmer
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