BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

KV Dingolfing-Landau


Grüne schlagen Dürre-Alarm

Nicht reparierbare Schäden drohen

Das erste Halbjahr 2025 endete in unserem Landkreis mit einem großen Niederschlagsdefizit. In der Wetterstation Gottfriedingerschwaige wurden keine 200 Liter Niederschlag seit 1.1.2025 erreicht. Das Doppelte wäre normal. Die Folgen sind bereits überall in der Natur zu erkennen. Landwirte sind in höchstem Maße besorgt.
Mitglieder des Kreisverbands der Grünen informierten sich über die Lage im dafür sensibelsten Naturbereich des Landkreises, im Königsauer Moos.


Dort wurden schon vor Jahren die schleichenden Auswirkungen einer folgenschweren Nutzungsänderung erkannt, welche jetzt durch die galoppierende Erderwärmung noch dramatisch beschleunigt werden. Vor einem Jahr wurden nach langer Diskussion erste kleine Stauwehre an zwei Gräben installiert, die zunächst für eine begrenzte Fläche eine Wiedervernässung ermöglichte. Allerdings reichte ein trockenes halbes Jahr, um zu sehen, dass diese Bemühungen als gescheitert oder zu halbherzig zu betrachten sind.

Die Kreisräte Christine Aigner und Franz Anneser zeigte an einigen zuführenden Gräben, dass der Wassernachschub aus dem Hügelland in das Moos mittlerweile gegen Null geht. Auch der Regen reicht nicht mehr, um den sowieso schon zu niedrigen Grundwasserstand zu halten. Vor und nach den Wehren ist es staubtrocken. Viele Gräben im Kernbereich führen überhaupt kein Wasser mehr, andere sind auf kleine Rinnsale geschrumpft. Das hat massive Folgen. Der ausgetrocknete Torf ist jetzt schutzlos der Luft ausgesetzt und wird sich deswegen noch schneller zu CO2 zersetzen als es bisher schon geschehen ist. Selbst in regenreicheren Zeiten schrumpfte die Torfschicht um 1 cm pro Jahr, das wird jetzt richtig Tempo aufnehmen, so Anneser. Anhand der verbliebenen Mächtigkeit des Torfbodens kann man sich ausrechnen, dass in wenigen Jahrzehnten davon nichts mehr übrig sein wird. Übrig bleibt ein unfruchtbarer Kiesboden, vergleichbar mit den Heiden bei München, ohne Wert für jede wirtschaftliche Nutzung.


Die Zeit drängt, warnte Christine Aigner Es müsste ein komplettes Umdenken bei Grundbesitzern und Pächtern einsetzen. Es darf keinen Widerstand gegen weitere Stauwehre mehr geben, sie sollten im Gegenteil von den Nutzern selbst gefordert werden. Es muss so viel Wasser im Boden gespeichert werden können, dass mindestens ein trockenes Jahr überbrückt werden kann, in der Hoffnung, dass dann kein zweites mehr folgt. Das könnte mehrere Funktionen erfüllen: Wasserrückhalt in nassen Zeiten, Wasserspeicher in trockenen Zeiten, verlässliche Bodenqualität für eine angepasste Landwirtschaft, Lebensgrundlage für eine hohe Artenvielfalt. Wenn wir nicht handeln, ist die Alternative eine Art Steppe in einer einst fruchtbaren Landschaft.

Fotos: Ines Helmer

 



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