12.04.2021

Demokratie schützen, Klimaschutz sozial umsetzen

Marlene Schönberger zur Direktkandidatin der GRÜNEN im Wahlkreis 230 gewählt.
Am vergangenen Samstag haben die GRÜNEN des Wahlkreises Rotal-Inn, zu welchem der Landkreis Dingolfing-Landau und Rottal-Inn, sowie sieben Gemeinden des Landkreises Landshut zählen, Marlene Schönberger als Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2021 aufgestellt. Wie fast alles derzeit, stand auch die Veranstaltung der GRÜNEN im Schatten der Covid19-Pandemie. Erst nach negativen Schnelltests am frühen Morgen konnte das sechsköpfige Team der GRÜNEN coronakonform im Dingolfinger Bruckstadl mit dem Aufbau des Livestreams, sowie der Regelung der notwendigen Formalitäten beginnen.
Nach der Begrüßung durch Vorstandsprecherin Franziska Sänftl hielt Marlene Schönberger ihre Bewerbungsrede. Auch diese stand ganz im Zeichen von Covid19: Die 30-jährige Politikwissenschaftlerin aus Adlkofen erinnerte daran, dass die Pandemie alleine in Deutschland bereits rund 78.000 Todesopfer gefordert hat. Doch die Pandemie verändere ebenso unsere Gesellschaft, so Schönberger: „Seit Monaten stehen selbsternannte Querdenkerinnen und Querdenker mit prominenten Rechtsextremen auf den Straßen. Dieser Schulterschluss ist brandgefährlich. Gefährlich für die Zukunft der Demokratie. Gefährlich für das Leben von Menschen.“
Schönberger betonte einmal mehr, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Vielmehr sei sie eine Errungenschaft, die jeden Tag aufs Neue verteidigt werden müsse: „In vielen Staaten Europas beobachten wir einen autoritären Umbau. In den USA haben wir gesehen, wie schnell es gehen kann. Wie schnell aus einem populistischen Clown jemand wird, der die Demokratie in Frage stellt, anstatt sie zu verteidigen.“ Doch nicht nur im Ausland, sondern auch hier in Deutschland seien die Feinde unserer Freiheit am Werk: „Die verschwörungstheoretische und rechtsextreme Szene unterwandert immer mehr die Mitte der Gesellschaft und plant die Zerstörung der Demokratie.“
Deshalb sei es nötig, für eine demokratische, eine offene Gesellschaft streiten. „Eine Gesellschaft, die alle Menschen vor Diskriminierung und Gewalt schützt und in der alle Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben. Egal, ob sie aus Aleppo, Loiching oder Bad Birnbach kommen, egal welches Geschlecht oder welche Hautfarbe sie haben, oder wen sie lieben.“ In ihrer Rede erwähnte Schönberger auch explizit die Frauenrechte. Trotz aller Fortschritte begleite Sexismus Frauen oft noch immer ein Leben lang. Statistisch wird jede dritte Frau einmal in ihrem Leben Opfer von sexistischer Gewalt.
Aber auch die Lohnungleichheit sei nach wie ein Thema: Gerade die Covid-Pandemie zeige, wie unterbezahlt die Pflegeberufe seien, in denen überproportional viele Frauen arbeiten. „Wir Grüne wir werden der Motor für die Aufwertung von Fürsorge-Berufen sein. Wir Grüne werden dafür sorgen, dass Frauen die gleichen Rechte, die gleiche Bezahlung und die gleiche Wertschätzung bekommen! Dafür kämpfen wir!“, so Schönberger.
Beim Klimaschutz, dem Kernthema der GRÜNEN, fordert Schönberger eine Politik, die nicht zu Lasten von sozial schwachen Menschen geht: „Eine Kollegin von mir gehört zu dem Drittel aller deutschen Haushalte, die keinerlei Vermögen haben. Wenn sie mir erzählt, dass sie sich um das Klima sorgt, aber nicht weiß, ob man sich das leisten kann, dann müssen es wir Grüne sein, die dafür sorgen, dass die Ausgaben für konsequenten Klimaschutz nicht auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit gehen!“
Vielmehr müssten die Kosten vor allem von denjenigen getragen werden, die für die Klimaschäden verantwortlich sind. Ein starker Sozialstaat sei in der Pflicht, den Menschen die Sorgen vor Arbeitsplatzverlust oder höheren Lebensmittelpreisen zu nehmen. Dazu zählten die Kindergrundsicherung, garantierte Rente und dauerhaft günstige Miet- und Sozialwohnungen. „Es kann nicht sein, dass Leute, die Jahrzehnte in einer Wohnung gelebt haben, raus müssen, weil das Geld für die nächste Mieterhöhung nicht da ist“, so Schönberger.
Die GRÜNEN seien die Partei, die Demokratie schützt, ernsthaften Klimaschutz umsetzt und für soziale Gerechtigkeit sorgt. Mit ihrer kämpferischen Rede konnte Schönberger so schließlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugen, die den Livestream zu Hause an ihren Bildschirmen verfolgten: Sie wählten Marlene Schönberger einstimmig zur Direktkandidatin des Landkreises Dingolfing-Landau für die Bundestagswahl im kommenden Herbst.



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