Christine Aigner jetzt Vorstandsprecherin der Grünen

Mit Christine Aigner ist die Vorstandschaft von Bündnis90/Die Grünen im Landkreis Dingolfing-Landau wieder komplett. Denn laut Satzung sollen ein Mann und eine Frau den Vorsitz führen. Anton Reicheneder ist nach der Jahreshauptversammlung in Dingolfing weiterer Vorstandssprecher. Franz Anneser führt die Kasse, Anton Alfred Däullary wurde als Kassenprüfer bestellt, Claudia Löffler wurde neu als Schriftführerin gewählt. Christine Aigner ist auch Direktkandidatin im Wahlkreis 202 und wurde vom Bezirksverband auf Platz 5 der niederbayerischen Bezirkstagsliste gesetzt. Sie erklärte bei der Versammlung, sich als praktizierende Biobäuerin aktiv für eine Stärkung des Biolandbaus einzusetzen. Der Biolandbau sei eine entscheidende Stütze beim Kampf gegen die Verluste der Artenvielfalt in der Landschaft. Die Flächen die Biolandbaus sind nachweislich ein Rückzugsort für viele Wildblumen und damit auf für Insekten und die darauf angewiesene Vogelwelt, so Christine Aigner.

Das Höfesterben grassiert auch in Bayern. Vielerorts prägen Hofstellen zwar noch das Landschaftsbild, sind aber schon längst nicht mehr in Betrieb. Die Zahl der Schweinehalter sank in den vergangenen drei Jahren am stärksten um rund 24 Prozent auf knapp 10.800 Betriebe – wobei im gleichen Zeitraum die Anzahl der Schweine um lediglich 2,6 Prozent zurückging. Diese Zahlen verdeutlichen, dass immer mehr Bauern aufhören müssen, die Anzahl an Familienbetrieben sinkt und gleichzeitig die Größe der Betriebe kontinuierlich ansteigt.

Christine Aigner: "Um das Höfesterben zu stoppen, brauchen wir dringend einen drastischen Wandel in der europäischen Förderpolitik. Es kann nicht sein, dass 80 Prozent der europäischen Fördergelder an 20 Prozent der allergrößten Betriebe gehen. Die bisherige reine Hektarprämie der sogenannten ersten Säule der europäischen Agrarförderung muss umgestaltet und an öffentliche Leistungen geknüpft werden, um dem Strukturbruch Einhalt zu gebieten." Nur mit einer Abkehr von der derzeitigen, an Überproduktion und Export orientierten Landwirtschaftspolitik werde es gelingen, bäuerliche Strukturen zu bewahren, den Landwirten ein erträgliches Einkommen zu sichern und ihnen so eine Zukunftsperspektive zum Weitermachen zu eröffnen.

Anton Reicheneder wies auf das anstehende Volksbegehren "Betonflut eindämmen" hin: Eine weitere Grundvoraussetzung für eine etwas extensiver betriebene Landwirtschaft muss auch der Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen, von denen im Moment täglich 13 ha zubetoniert werden. Wenn wir es nicht schaffen, diesen Verlust auf höchsten 5ha pro Tag zu begrenzen, können wir eine heimische Landwirtschaft bald komplett vergessen, so Reicheneder.

 



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