Radltour durch den Landkreis

Die Kumhausener Landtagsabgeordnete der Grünen Rosi Steinberger besucht die niederbayerischen Landkreise und ist dort mit ortskundigen Begleitern des jeweiligen Kreisverbandes per Rad unterwegs. Kürzlich besuchte sie den Landkreis Dingolfing-Landau und ließ sich unter anderem von Kreisrat Anton Reicheneder und von Franz Anneser begleiten.

Besonders interessiert war Steinberger an Naturschutzprojekten im Landkreis. Die Reise ging vor allem entlang der Isar bis nach Wallersdorf und dann wieder zurück nach Landau.

Brennen und Magerstandorte in der Rosenau nördlich der Bahnlinie waren die erste Station. Hier ist mittlerweile ein buntes Mosaik rund um eine Fläche entstanden, die schon vor 80 Jahren vom Bund Naturschutz erworben worden war. Der Landkreis konnte zahlreiche Grundstücke erwerben, die ausgemagert wurden. Es gibt mittlerweile eine große Erfahrung bei der Methode "Mähgutübertragung", und die Erfolge können sich vor allem im Frühsommer sehen lassen. Die Vielfalt und Menge an Orchideen ist im weiten Umkreis beispiellos. Steinberger versprach angesichts dieser Erfolge sich weiterhin für eine Ausweitung der Mittel für den Naturschutz einzusetzen.

Am Geotop "Wachsender Felsen" war der nächste Halt. Hier wird seit mindestens 500 Jahren eine Tuffrinne gepflegt, die sich ständig vergrößert. Rosi Steinberger bemerkte dazu: "Welche kulturellen Leistungen der Gegenwart werden die Menschen in 500 Jahren noch bewundern? Diese Frage müsste bei allen politischen Entscheidungen eine viel größere Rolle spielen."

An der renaturierten Isar bei Landau wurde eine kurze Rast eingelegt. Hier wird die Dynamik der Isar, die vielerorts verloren gegangen ist, wieder deutlich spürbar. Die Menschen halten sich hier gerne auf. Rosi Steinberger hält die Renaturierung der Isar für vordringlich. Dabei sollte insgesamt noch viel stärker in die Breite gegangen werden als hier in Landau geschehen.

Nach einer Kaffeepause in Landau ging es weiter in das Wallersdorfer Moos. Ein vielfältiger und klein strukturierter Lebensraum ist hier erhalten geblieben, auch durch ein groß angelegtes Ankaufsprojekt des Bund Naturschutz (über 30 ha). Beeindruckt war Steinberger vor allem durch den Gegensatz zur nahegelegenen Massentierhaltung von Bayern-Ei. Ein Thema, das sie im letzten Jahr stark beschäftigt hatte.

Einen vorläufigen Abschluss fand die Radtour in der Kleinbrauererei von Johann Brandstetter in Wallersdorf. Die Craft-Bier-Szene bringt zur Zeit neuen Schwung in die traditionelle Brauereilandschaft Bayerns. Steinberger ist überzeugt, dass dies für alle Seiten positiv zu beurteilen ist. Brandstetter erklärte, das Reinheitsgebot sei eine wichtige Säule bayerischer Bierkultur, man muss aber trotzdem über eine Ergänzung nachdenken und diskutieren. Beispielsweise ist es unverständlich, dass handwerklich gebrautes Bier, das etwa mit dem Zusatz von Biozitronen gebraut wurde, von Norddeutschland importiert werden, wenn es aber in Bayern gebraut wurde nicht verkauft werden darf.

Auf dem Rückweg nach Landau wurde der Weg entlang des Lohgrabens gewählt. Hier wurde im Rahmen der Flurneuordnung ein verschwundener Bachlauf auf großer Breite und auf vier Kilometer Länge wieder hergestellt. Zahlreiche auffliegende Bussarde, eine Rohrweihe und Falken zeigten, dass sich bereits erste Erfolge dieser Renaturierungsmaßnahme eingestellt haben.

 



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