Am Samstag den 16.11.2013 fand an sechs Atomstandorten in Deutschland, darunter auch an den Atomkraftwerken in Ohu eine Störfall-Luftballonaktion statt. Um 5 vor 12 ist es soweit. 499 Luftballone mit Info- und Antwortkarten steigen in die Luft. Die Fundorte können online oder durch Rücksendung der Postkarte gemeldet werden. Über die Internetadresse www.atomalarm.info werden diese Fundorte dann in einer Karte veröffentlicht.
Das Landshuter Bündnis für Atomausstieg (BüfA) aus Landshut will mit dieser Aktion zeigen, wie sich die radioaktive Strahlung bei einer Reaktorkatastrophe ausbreitet. Ganze 10 km weit reicht die Evakuierungszone um ein AKW in den amtlichen Katastrophenschutzplänen. Ein schwerer Atomunfall kann aber weit größere Gebiete verstrahlen und unbewohnbar machen – einer Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz zufolge sogar noch in 170 km Entfernung vom AKW. Eine rechtzeitige Evakuierung ist dann nicht möglich. Alle Menschen in der Region werden gebeten, in den Tagen ab dem 16.11. auf gelbe Luftballons zu achten und Funde umgehend zu melden.
Auch von stillgelegten AKW geht eine erhebliche Bedrohung aus. So lagern im Abklingbecken über dem Reaktorkern in Isar I noch immer 1734 abgebrannte Brennstäbe (Stand 31.12.2012). In Fukushima ist es gerade diese Anordnung, die die Situation unbeherrschbar macht zum Austritt großer Mengen Radioaktivität geführt hat.
Die Atomkraftwerksbetreiber haften zusammen für alle deutschen AKW nur mit 2,5 Milliarden Euro. Der Schaden nach einem Atomunfall kann jedoch hunderte Milliarden von Euro betragen, wie man dies eben in Fukushima erleben kann. Keine Versicherung bezahlt den Schaden. Dies bedeutet, dass es im Katastrophenfall keine Entschädigung für den entstandenen Schaden geben wird. Und: bei einem Super- GAU ist gegen die radioaktive Strahlung keine medizinische Hilfe möglich. Deshalb fordert das Bündnis die schnellstmögliche Abschaltung von Isar II und allen noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerken.
Mit der Aktion verbindet das Aktionsbündnis die Forderung an die Innenminister-Konferenz im Dezember in Osnabrück, nachzuweisen, wie die Menschen bei einer Katastrophe geschützt werden können. Es sei unverantwortlich, dass der Super-GAU von Fukushima noch nicht in die Katastrophenschutzpläne aufgenommen wurde.
Bierzelt Reservierung: Ines Helmer (Tischplan am Eingang) Alle sind herzlich willkommen!
Mehr
Zeit für die nächste Karaoke-Night! Wir laden euch ein, gemeinsam mit uns im Highlife Dingolfing die Bühne zu stürmen. Das letzte Mal war ein voller Erfolg – wir freuen [...]
MehrDie Land-Bezirk-Konferenz ist ein Austauschformat für die Landes- und Bezirksebene. Die Beteiligten werden persönlich eingeladen.
MehrDer Landesverband veranstaltet ein digitales Neumitgliedertreffen für alle Neumitglieder in Bayern. Nähere Infos folgen noch.
MehrDie Bundesregierung will ihre Sozialreformen vom Sommer voranbringen. Doch der Widerstand wächst – bei Familien, in der Gesellschaft und auch [...]
Deutschlandweit wird am 26. September demonstriert. Egal ob Du selbst betroffen bist, als Beschäftigte*r, Unternehmer*in eines [...]
Die Mieten bei Neuvermietungen steigen gerade in Ballungszentren trotz der existierenden Mietpreisbremse immer stärker an. Hohe Mieten werden [...]