BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

KV Dingolfing-Landau


Schiene stärken, Landi ausbauen:

GRÜNE setzen zum Wahlkampfabschluss klares Signal

Am Montagabend, dem 23. Februar 2026, war das Gasthaus Oberer Krieger bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter dem Motto „Mobilität für alle“ hatten die GRÜNEN Dingolfing-Landau zu ihrer Wahlkampfabschlussveranstaltung nach Landau eingeladen – und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf. Das Thema bewegt: Denn gerade ältere Menschen, Jugendliche sowie Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Führerschein besitzen, sind auf verlässliche Alternativen zum Auto angewiesen.

Durch den Abend führte die Spitzenkandidatin der GRÜNEN im Landkreis, Alexandra Dittrich. Sie begrüßte die Gäste und machte deutlich, worum es geht: „Mobilität bedeutet Teilhabe – für Jugendliche, die nicht vom Eltern-Taxi abhängig sein wollen, genauso wie für Seniorinnen und Senioren.“

Den inhaltlichen Auftakt übernahm Landtagsabgeordneter Toni Schuberl mit seiner Vision einer S-Bahn für Niederbayern. Sein Ziel: ein attraktives, klimaschonendes und verlässliches Bahnnetz, das Städte und ländliche Räume gleichermaßen verbindet. „Wir brauchen endlich ein dichtes, integrativ vertaktetes Netz als echte Ergänzung zum Individualverkehr“, betonte Schuberl. Das Rückgrat eines zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehrs sei die Schiene – ergänzt durch gut abgestimmte Busverbindungen.

Schuberl stellte ein Drei-Stufen-Konzept vor. Zunächst solle ein Verkehrsverbund gegründet werden, um Bus und Bahn besser zu koordinieren, Takte zu verdichten und bestehende Strecken wie zum Beispiel die Ilztalbahn dauerhaft in den Regelbetrieb zu überführen. In einem zweiten Schritt sei unter anderem der zweigleisige Ausbau zwischen Plattling und Landshut vorgesehen, um einen Halbstundentakt Richtung München zu ermöglichen. Langfristig gehe es auch um Reaktivierungen und gezielte Neubauten, etwa zur besseren Anbindung des Bayerischen Waldes. „Niederbayern hat 1,2 Millionen Einwohner, München 1,5 Millionen. Ich erwarte, dass wir Niederbayern pro Kopf genauso viel für Bus und Bahn bekommen, wie die Münchner.“ so Schuberl. Sein Fokus liege dabei klar auf Arbeitswegen wie auch auf Freizeitmobilität.

Im Anschluss sprach Landratskandidat Thomas Maier über die Rolle des Landkreises. Neben der Schiene brauche es flexible Angebote vor Ort. Ein zentrales Instrument sei dabei der Rufbus „Landi“, Ein Bus auf Bestellung ohne festen Fahrplan. „Mobilität ist ein Grundbedürfnis – und eines, das auch im ländlichen Raum massiv nachgefragt wird“, sagte Maier. „Deshalb wollen wir die Landi-Flotte erweitern und die Betriebszeiten ausweiten.“ Auch die bessere Anbindung an überregionale Verkehrsverbünde und angrenzende Landkreise sei entscheidend, damit Pendlerinnen und Pendler eine echte Alternative zum Auto erhalten.

Zugleich sprach sich Maier für den konsequenten Ausbau des Radwegenetzes aus. Bestehende Planungen wie die Radwegverbindung von Mengkofen zum BMW-Werk müssten endlich umgesetzt werden. Nachhaltige Mobilität bedeute, verschiedene Verkehrsträger sinnvoll zu verknüpfen.

Genau darin lag der rote Faden des Abends: Die Zukunft der Mobilität in Niederbayern liegt in der Verzahnung von Bahn und flexiblen Rufbussystemen. Während die Bahn die Hauptachsen zuverlässig bedient, sorgt der Landi für die Feinerschließung in den Gemeinden. Ein vollständiger Verzicht auf das Auto sei im ländlichen Raum unrealistisch – doch viele Familien könnten sich das Zweitauto sparen, wenn Bus und Bahn zuverlässig, bezahlbar und gut getaktet seien. Das würde nicht nur die Straßen entlasten, sondern auch die Haushaltskassen der Bürgerinnen und Bürger.

Auch die weiteren Kandidierenden unterstrichen unterschiedliche Perspektiven: Spitzenkandidat Stefan Salzinger stellte den vollständigen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Landshut und Plattling in den Mittelpunkt. „Der durchgehende zweigleisige Ausbau ist der Schlüssel für einen verlässlichen Halbstundentakt und mehr Pünktlichkeit. Wer es ernst meint mit einer starken Region, muss die Schiene stärken – das entlastet die Straßen und schafft echte Alternativen zum Auto.“

Kreistagskandidatin Christine Aigner lenkte den Blick auf ältere Menschen: Arztbesuche oder Treffen mit Freunden dürften nicht vom Führerschein abhängen. Ein verlässlicher Nahverkehr bedeute hier ein Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Am Ende wurde deutlich: Nachhaltige Mobilität ist für die GRÜNEN kein Randthema, sondern Kernanliegen. Sie soll Lebensqualität in den Innenstädten zurückbringen, ländliche Räume verbinden und aktiven Klimaschutz ermöglichen.

Dafür, so der Tenor des Abends, brauche es starke GRÜNE Stimmen im Kreistag – damit „Mobilität für alle“ in Niederbayern nicht Vision bleibt, sondern Wirklichkeit wird.



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